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FDU Hotrunner: Heißkanalsystem mit besonderen Vorteilen

Bei der FDU handelt es sich um ein innovatives Heißkanal-System, das besonders durch seine optimierten Eigenschaften in Bezug auf Scherung/Wärme, Energieverbrauch, Einspritzdruck, Nachdruck und reduzierter Zykluszeit besticht.

Wenn man nun die Vorteile etwas genauer betrachtet, ergibt sich ein noch deutlicheres Bild des Potentials der FDU.

Wenn man zum Beispiel die Austrittsquerschnittsflächen einer Runddüse mit der der Breitschlitzdüse vergleicht, ergeben sich große Unterschiede. So kann man beispielsweise mit der FDU ohne Probleme eine Querschnittsfläche von 100 mm² erreichen, für die man bei der Runddüse einen Öffnungsdurchmesser von 14 mm benötigen würde. Die Schlitzgeometrie bringt mit sich, dass die FDU nur 2 mm von der Kühlwandung entfernt ist, während man mit der Runddüse nicht näher als 7 mm an die Werkzeugwandung herankommt. Das führt zu einer geringeren Friktionsenergie, wodurch sich der Wärmehaushalt im Werkzeug wesentlich besser regeln lässt und sich das Prozessfenster dadurch vergrößert.

Ein weiterer Vorteil liegt in der linearen Kühlung der FDU-Düse. Diese Form der Kühlung gibt dem Anwender die Möglichkeit einer homogenen Temperier-/Kühlsituation am Anspritzschlitz. Zusätzlich tritt durch das FDU-System keinerlei Freistrahlbildung auf. Daher ist die Anbindung direkt auf eine Rippe oder direkt in die Wandstärke des Bauteils möglich, was bei der Auslegung der Anspritzpunkte und der Konfiguration des Heißkanalsystems mehrere Optionen möglich macht und so das allgemeine Werkzeugdesign mit allen Komponenten erheblich begünstigt.

Besonders scherempfindlichen Materialien wie z.B. Biopolymere, Recyclingmaterialien oder V0 eingestellte Flammschutztypen lassen sich mit der Breitschlitzdüse leichter verarbeiten, da die maximale Scherrate bis zu 60% verringert werden kann. Somit ist das Degrationssrisiko beim Spritzvorgang mit diesen Materialien weitaus geringer. Zusätzlich eignet sich die FDU auch sehr gut bei folienhinterspritzten Teilen und Produkten mit geschäumten Materialien sowie Lichtleiteranwendungen. Darüber hinaus ist mit der neuartigen Düse ein verzugfreieres Spritzen von Bauteilen möglich, da es zu weniger Eigenspannungen in den Bauteilen kommt. Das wiederum hat positive Effekte beispielsweise auf die Schweißflächen bei zwei Hälften eines Bauteiles. Diese können nun genauer und einfacher miteinander verbunden werden.

Neben all den beschriebenen Vorteilen während des Spritzprozesses ist gerade die Zykluszeit ein sehr wichtiger Parameter, die über den gesamten Werkzeuglebenszyklus gesehen eine sehr wichtige Komponente bei der optimierten Produktion darstellt. Und gerade hier hat man bei bereits finalisierten Projekten erstaunliche Erfolge erzielen können. Ein Minus von bis zu 19% Zykluszeit konnte erreicht werden, was natürlich bei mehreren Millionen produzierten Teilen ein erhebliches Potential zur Mehrproduktion oder zu einer massiven Zeitersparnis bei gleich viel produzierten Teilen, im Vergleich zu einer herkömmlichen Düse, ermöglicht. Dadurch lässt sich die Produktion massiv effizienter gestalten.

Die Experten der FDU Hotrunner GmbH arbeiten ständig an einer Weiterentwicklung der FDU und an neuen Modellgrößen, damit man das System bei vielen verschiedenen Typen von Werkzeugen gewinnbringend einsetzen kann. Neben der offenen Version, gibt es jetzt auch die Ausführung FDU SLS (Slot Lock System). Diese neuartige Verschlusstechnologie der FDU basiert auf dem Prinzip eines Schwertverschlusses. Die FDU SLS besticht vor allem durch seine einzigartige Führung und Verdrehsicherung des Schwertes, ohne den Schmelzestrom zu teilen. Dadurch sind Querschnittsflächen von bis zu 150mm² Austrittsfläche möglich und es können sehr große Schussvolumina stressfrei und außerordentlich schnell in die Kavität gebracht werden, ohne dass eine hohe Friktionsenergie entsteht. Weitere Vorteile sind der noch geringere Bedarf an spezifischem Einspritzdruck gegenüber der herkömmlichen FDU, keine Freistrahlbildung und eine besonders gute Nachdruckwirkung bis in die letzten Ecken des Bauteils.

Andreas Kißler, der Geschäftsführer der FDU Hotrunner GmbH blickt auf jeden Fall einer spannenden Zukunft entgegen: „Gerade jetzt sind wir soweit unseren Kunden ein breites Einsatzspektrum zu bieten, damit die FDU in vielen verschiedenen Werkzeugkonzepten ihre Vorzüge ausspielen kann. Wir freuen uns natürlich auf jede Anfrage, um jedem interessierten Anwender bei der Erreichung einer höheren Produktivität und besseren Produktqualität zu unterstützen.“

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